Emotionale Stärke: So lernst du, deine Gefühle bewusst zu steuern 

3. September
Emotionale Stärke: So lernst du, deine Gefühle bewusst zu steuern
Über Verena Tschudi

Verena Tschudi ist die Gründerin der Female Leaders Academy und Herausgeberin des Podcasts "Level me up! - für alle, die mehr wollen im Leben" einem, der erfolgrerichsten Podcasts im deutschsprachigen Raum zum Thema berufliche und personliche Weiterentwicklung.

Als Coach und Mentorin hat die gebürtige Österreicherin bereits mehreren hundert Frauen geholfen, ihre Laufbahn selbstbestimmt zu gestalten und ihre Ziele zu erreichen.


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Podcast "Level me up!"

In dem Podcast "Level me up!" teile ich meine Erkenntinisse und Erfahrungen als Manager, Working Mom und Coach.

Er richtet sich an alle, die mehr wollen im Leben: Mehr berufliche Erfüllung, mehr Erfolg, bessere Beziehungen und mehr persönliches Wachstum.

Gefühle bestimmen unser Leben viel stärker, als wir oft wahrhaben wollen. Sie entscheiden darüber, wie wir uns verhalten, welche Chancen wir ergreifen – und welche wir verpassen. Doch die gute Nachricht ist: Gefühle entstehen nicht zufällig, sondern lassen sich gezielt beeinflussen. Wer lernt, die eigenen Emotionen zu steuern, gewinnt Macht über sein Verhalten – und damit über seine Ergebnisse im Leben. 

Gefühle als unsichtbare Treiber unseres Verhaltens 

Wir alle wissen, wie sich Wut, Freude oder Angst in unserem Verhalten zeigen. Eine wütende Person redet lauter, schlägt Türen zu oder läuft rot an. Eine gelassene Person verhält sich völlig anders – sie hört zu, bleibt entspannt und überlegt. Das zeigt: Unser Verhalten folgt fast automatisch unseren Gefühlen. Wir tun nicht, was wir rational „sollten“, sondern das, was unser emotionaler Zustand uns vorgibt. 

Genau deshalb ist es so wichtig, Gefühle zu verstehen und bewusst zu steuern. Denn nur wenn wir unsere Emotionen im Griff haben, können wir auch unser Verhalten bewusst verändern – und damit die Ergebnisse in unserem Leben. 

Warum wir handeln: Lustgewinn und Schmerzvermeidung 

Am Ende lässt sich alles, was wir im Leben tun, auf zwei Grundmotive reduzieren: Wir wollen Schmerz vermeiden oder Lust gewinnen. 

Die Werbeindustrie macht sich dieses Wissen zunutze. Ein Produkt an sich ist oft banal – doch die Story, die uns präsentiert wird, vermittelt ein Gefühl. Die Bodylotion im Regal verkauft sich nicht, weil sie Haut pflegt, sondern weil die Werbung verspricht: „Du fühlst dich wie auf Bali, entspannt, wertvoll und schön.“ 

Umgekehrt vermeiden wir Dinge, die unangenehme Gefühle auslösen. Viele Menschen lehnen es ab, eine Präsentation zu halten – nicht, weil sie unfähig sind, sondern weil sie das Gefühl von Nervosität, Unsicherheit oder Scham vermeiden wollen. 

Gedanken erschaffen Gefühle 

Das Entscheidende dabei: Gefühle entstehen nicht durch äußere Umstände, sondern durch unsere Gedanken über diese Umstände. 

Eine Präsentation vor der Geschäftsleitung kann für die eine Person eine aufregende Chance sein, zu glänzen. Für eine andere Person ist sie ein Albtraum. Die Situation ist dieselbe, doch die Gedanken darüber sind völlig unterschiedlich – und diese Gedanken erzeugen unterschiedliche Emotionen. 

Freude und Vorfreude setzen positive Energie frei. Angst dagegen blockiert. Wer mit Angstgedanken auf die Bühne geht, wird nervös, stottert und bestätigt sich dadurch selbst, dass Präsentationen „schrecklich“ sind. So schließt sich der Teufelskreis. 

Gefühle sind erlernbar – und steuerbar 

Viele Menschen glauben, ihre Gefühle seien „einfach da“ – genetisch bedingt, durch Schicksal oder Umstände verursacht. Doch das stimmt nicht. 

Unsere Emotionen entstehen aus unseren Gedanken. Das bedeutet: Wer seine Gedanken bewusst steuert, gewinnt Kontrolle über seine Gefühle. 

Das klingt simpel, ist aber ein echter Gamechanger. Statt sich mit Disziplin zum richtigen Verhalten zu zwingen – was langfristig fast nie funktioniert – setzen wir an der Wurzel an: beim Denken. Neue Gedanken erzeugen neue Emotionen, und diese führen automatisch zu anderem Verhalten. 

Das schlimmste Risiko: ein Gefühl 

Eine der wichtigsten Erkenntnisse ist: Das Schlimmste, was uns jemals passieren kann, ist ein Gefühl. 

Ein Beispiel: Du gehst auf die Bühne, deine Präsentation läuft schlecht, und das Publikum reagiert verhalten. Was bleibt zurück? Ein unangenehmes Gefühl – vielleicht Scham, Unsicherheit oder Frustration. Doch Gefühle sind flüchtig. Sie gehen vorbei. 

Wer das erkennt, verliert einen großen Teil seiner Angst. Plötzlich ist die Gefahr, die wir in unserem Kopf so überhöhen, nicht mehr existenziell, sondern überschaubar: Es ist „nur“ ein Gefühl. 

Der Trugschluss vom Glück im Außen 

Viele Menschen glauben, sie wären glücklicher, wenn sie bestimmte Ziele erreichen: mehr Geld, mehr Erfolg, mehr Anerkennung. Doch das ist ein Irrtum. 

Das beste Beispiel: Elvis Presley. Er hatte alles – Ruhm, Geld, Fans – und war dennoch zutiefst unglücklich. Er konnte seine Gefühle nicht aushalten und betäubte sie mit Medikamenten. Das zeigt drastisch: Kein äußerer Erfolg macht glücklich, wenn wir den Umgang mit unseren Emotionen nicht beherrschen. 

Wahre Zufriedenheit entsteht nicht durch äußere Umstände, sondern durch die Fähigkeit, unsere eigenen Gedanken und Gefühle zu steuern. 

Glück ist jetzt 

Studien mit älteren Menschen bestätigen das. Manche leiden unter Schmerzen, Krankheit oder Einsamkeit – und sind trotzdem glücklich. Andere haben kaum Probleme, fühlen sich aber unzufrieden. 

Der Unterschied liegt nicht in den Umständen, sondern in der inneren Haltung. Wer gelernt hat, Gedanken bewusst zu wählen, kann auch in schwierigen Situationen positive Gefühle erzeugen. 

Vom Gefühl zum Verhalten – und zu den Ergebnissen 

Wenn wir verstehen, dass Gedanken unsere Gefühle bestimmen, Gefühle unser Verhalten steuern und Verhalten unsere Ergebnisse erschafft, haben wir den Schlüssel für echte Veränderung in der Hand. 

Anstatt beim Verhalten anzusetzen („Ich sollte disziplinierter sein“, „Ich sollte mehr Sport machen“), gehen wir einen Schritt zurück. Wir schauen, welche Gedanken die negativen Gefühle hervorrufen, die uns blockieren. Dann setzen wir bewusst neue Gedanken ein – und öffnen damit die Tür zu neuen Ergebnissen. 

Gefühle meistern heißt Leben meistern 

Gefühle sind keine unkontrollierbaren Zustände, die uns ausgeliefert machen. Sie sind das Ergebnis unserer Gedanken – und damit steuerbar. Wer diese Verantwortung übernimmt, gewinnt die Macht, sein Verhalten und seine Resultate bewusst zu gestalten. 

Das Schöne daran: Glück und Zufriedenheit liegen nicht am Ende eines langen Weges. Sie sind im Hier und Jetzt möglich, wenn du lernst, deine Gedanken bewusst zu wählen und deine Gefühle zu meistern. 

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