Strategische Positionierung im Job: 5 Wege, wie du mit Wertschätzung und Loyalität überzeugst 

7. Oktober
Strategische Positionierung im Job: 5 Wege, wie du mit Wertschätzung und Loyalität überzeugst
Über Verena Tschudi

Verena Tschudi ist die Gründerin der Female Leaders Academy und Herausgeberin des Podcasts "Level me up! - für alle, die mehr wollen im Leben" einem, der erfolgrerichsten Podcasts im deutschsprachigen Raum zum Thema berufliche und personliche Weiterentwicklung.

Als Coach und Mentorin hat die gebürtige Österreicherin bereits mehreren hundert Frauen geholfen, ihre Laufbahn selbstbestimmt zu gestalten und ihre Ziele zu erreichen.


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Souverän. Selbstbewusst. Erfolgreich.

Podcast "Level me up!"

In dem Podcast "Level me up!" teile ich meine Erkenntinisse und Erfahrungen als Manager, Working Mom und Coach.

Er richtet sich an alle, die mehr wollen im Leben: Mehr berufliche Erfüllung, mehr Erfolg, bessere Beziehungen und mehr persönliches Wachstum.

Manchmal kippt eine berufliche Beziehung von einem Tag auf den anderen – und man versteht einfach nicht, warum. Eben noch respektvoll, vertraut und kollegial, plötzlich distanziert oder kritisch. Viele Frauen erleben genau das: Sie geben ihr Bestes, sind loyal und professionell, und trotzdem scheinen sie plötzlich an Ansehen zu verlieren. Der Grund dafür ist oft subtil – aber entscheidend: Ein Bruch in der Loyalität. Wer versteht, wie dieses unsichtbare Spiel funktioniert, kann es bewusst steuern – und sich als souveräne, respektierte Führungspersönlichkeit positionieren. 

Wenn gute Beziehungen plötzlich kippen 

Du kennst vielleicht diese Situation: Mit einem Kollegen oder einer Vorgesetzten läuft alles rund – bis es plötzlich nicht mehr rund läuft. Der Ton verändert sich, du wirst übergangen oder kritisiert, und egal, wie sehr du dich bemühst, es wird nicht besser. Viele Frauen, die zu mir ins Coaching kommen, erzählen genau diese Geschichte. 

Was dabei passiert, ist meist kein Zufall und schon gar kein persönlicher Angriff. Es geht um etwas viel Tieferes – nämlich um ein unsichtbares Gleichgewicht in beruflichen Beziehungen: um Loyalität, Status und Wahrnehmung. 

Diese Mechanismen zu verstehen, ist keine Spielerei. Es ist ein Schlüssel zu echter Leadership – zu der Art von Präsenz, die Vertrauen und Respekt schafft, ohne laut zu werden. 

Das unsichtbare Gesetz der Loyalität 

In fast allen Fällen, die ich im Coaching erlebe, lässt sich der Bruch auf einen Moment zurückführen, in dem jemand – oft unbewusst – die Loyalität verletzt hat. 
Zum Beispiel, wenn du in einem Meeting etwas sagst, das deinen Vorgesetzten oder Kollegen in ein schlechtes Licht rückt. Vielleicht wolltest du helfen, eine bessere Lösung vorschlagen, oder einen Fehler vermeiden. Aber was bei der anderen Person ankommt, ist etwas ganz anderes: „Sie stellt mich bloß.“ 

Ab diesem Moment verschiebt sich etwas in der Beziehung. Die Person empfindet unbewusst einen Statusverlust – und versucht, das Gleichgewicht wiederherzustellen. Das kann subtil passieren: durch Abwertung, Ausschluss, überkritisches Verhalten oder einfach durch Distanz. 

Das ist kein Zeichen von Bosheit, sondern ein zutiefst menschlicher Reflex. Denn Status und Zugehörigkeit sind Grundbedürfnisse. Wenn du das erkennst, kannst du viel souveräner mit solchen Situationen umgehen. 

Wertschätzende Loyalität: Die unterschätzte Führungsqualität 

Echte Loyalität heißt nicht, immer Ja zu sagen oder Dinge zu verschweigen. Es geht darum, wie du Kritik, Ideen oder Korrekturen äußerst. Nicht der Inhalt entscheidet über Wirkung – sondern Haltung, Ton und Kontext. 

Wenn du mit der inneren Haltung sprichst: „Ich unterstütze dich, weil mir unser gemeinsames Ziel wichtig ist“, wird das gespürt. Wenn du hingegen – bewusst oder unbewusst – aus einem Gefühl von Überlegenheit sprichst, kommt das ebenfalls an. 

Worte transportieren Haltung. Und Menschen reagieren stärker auf Haltung als auf Inhalte. Deshalb ist Loyalität keine Technik, sondern eine Haltung, die du kultivierst. Sie ist eine Entscheidung: Ich will jemand sein, der anderen mit Respekt begegnet – unabhängig von Hierarchie, Meinung oder Sympathie. 

 Fünf Wege, wie du Loyalität und Leadership im Alltag lebst 

1. Achte auf deinen Mindset 

Der wichtigste Schritt passiert im Kopf. Wenn du glaubst, du musst andere „berichtigen“ oder „überzeugen“, wird das spürbar. Geh stattdessen mit der Haltung rein: „Wir sind auf derselben Seite.“ So öffnest du Raum für Kooperation statt für Abwehr. 

2. Wähle deine Worte mit Bedacht 

Formulierungen machen den Unterschied. 
Statt: „Du hast das vergessen“ → sag lieber: „Wir sollten auch noch bedenken…“ 
Statt: „Das stimmt so nicht“ → „Ich sehe das etwas anders, vielleicht können wir das gemeinsam anschauen.“ 
Wertschätzende Sprache stärkt deine Autorität, ohne die des anderen zu schwächen. 

3. Beachte das Setting 

Ein 1:1-Gespräch ist immer klüger als eine öffentliche Korrektur. Kritik vor anderen führt fast automatisch zu Gesichtsverlust – und das hat Konsequenzen. Wähle dein Setting bewusst: Unter vier Augen kannst du offener und direkter sein, ohne jemanden in eine Verteidigungsposition zu drängen. 

4. Nutze Körpersprache als Verbündeten 

Kommunikation findet nicht nur über Worte statt. Wenn du jemandem frontal gegenübersitzt, entsteht Spannung. Setz dich lieber neben die Person oder so, dass ihr gemeinsam in eine Richtung schaut – etwa auf Unterlagen, einen Bildschirm oder beim Spaziergang. Das signalisiert: „Wir ziehen am selben Strang.“ 

5. Bereite den Boden vor 

Schwierige Themen müssen nicht immer in einem großen Meeting angesprochen werden. Oft ist es klüger, sie tröpfchenweise einzubringen – beiläufig, aber bewusst. So bereitest du den Boden, bevor du etwas Kritisches ansprichst. Menschen nehmen neue Impulse leichter an, wenn sie emotional nicht überrumpelt werden. 

Warum Reife wichtiger ist als Recht haben 

Viele Frauen glauben, sie müssten in Meetings besonders kompetent wirken, um ernst genommen zu werden. Das führt schnell zu Überkorrekturen – man will beweisen, dass man Bescheid weiß. Doch wahre Stärke zeigt sich anders. 

Reife bedeutet, die psychologischen Gesetze des Miteinanders zu kennen – und sie klug zu nutzen, statt sie zu ignorieren. 
Du kannst anderer Meinung sein, ohne jemanden zu demütigen. Du kannst führen, ohne zu dominieren. Und du kannst überzeugen, ohne laut zu werden. 

Das ist Leadership in ihrer elegantesten Form – souverän, klar und menschlich zugleich. 

Die Haltung, die alles verändert 

Wertschätzende Loyalität beginnt bei dir selbst. Je sicherer du dich fühlst, je stabiler dein eigener Selbstwert ist, desto weniger brauchst du, andere kleiner zu machen. 

Frauen, die ihren Wert kennen, strahlen Ruhe aus. Sie müssen nicht kämpfen, um gehört zu werden. Sie schaffen Räume, in denen andere sich sicher fühlen – und genau das ist die Essenz von Führung. 

Diese Haltung ist spürbar. Sie verändert nicht nur, wie du wahrgenommen wirst, sondern auch, wie du dich selbst im Job erlebst: weniger defensiv, mehr verbunden, klar in deiner Position. 

Loyalität als Schlüssel zu Einfluss und Vertrauen 

Führung beginnt nicht mit einer Jobbezeichnung, sondern mit Bewusstsein. Wenn du lernst, wie Loyalität, Status und Kommunikation zusammenhängen, beginnst du, die Spielregeln zu meistern. 

Erfolgreiche Frauen führen mit Haltung. Sie wissen: Wertschätzung ist keine Schwäche, sondern eine Stärke. Und Loyalität ist kein „braves“ Verhalten, sondern strategische Intelligenz. 

Wer beides lebt, wird automatisch sichtbar, respektiert – und wirksam. Nicht, weil sie laut ist. Sondern weil sie verstanden hat, wie man Menschen führt, ohne sie zu verlieren. 

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