Traumjob statt Tagesfrust: Die drei Fragen, die du dir stellen solltest 

12. Juni
Traumjob statt Tagesfrust: Die drei Fragen, die du dir stellen solltest
Über Verena Tschudi

Verena Tschudi ist die Gründerin der Female Leaders Academy und Herausgeberin des Podcasts "Level me up! - für alle, die mehr wollen im Leben" einem, der erfolgrerichsten Podcasts im deutschsprachigen Raum zum Thema berufliche und personliche Weiterentwicklung.

Als Coach und Mentorin hat die gebürtige Österreicherin bereits mehreren hundert Frauen geholfen, ihre Laufbahn selbstbestimmt zu gestalten und ihre Ziele zu erreichen.


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Podcast "Level me up!"

In dem Podcast "Level me up!" teile ich meine Erkenntinisse und Erfahrungen als Manager, Working Mom und Coach.

Er richtet sich an alle, die mehr wollen im Leben: Mehr berufliche Erfüllung, mehr Erfolg, bessere Beziehungen und mehr persönliches Wachstum.

Viele Menschen sehnen sich nach einem Job, der sie wirklich erfüllt – und dennoch verharren sie oft jahrelang in einer Tätigkeit, die ihnen Energie raubt. Dabei ist der Weg zu einem passenden Job gar nicht so kompliziert. Entscheidend ist, dass du dich selbst kennst: Was willst du? Was kannst du? Was brauchst du? In diesem Beitrag zeige ich dir, wie du mit diesen drei einfachen Fragen deinen Traumjob finden kannst – und was das mit deinem täglichen Energielevel zu tun hat. 

Warum ein passender Job dein ganzes Leben verändern kann 

Ein Job ist mehr als eine Einkommensquelle. Er bestimmt, wie du in den Tag startest, wie du dich am Abend fühlst und ob du Energie für dein restliches Leben hast. Wenn du in einem Job arbeitest, der wirklich zu dir passt, wirst du merken: Du bist motivierter, strahlst mehr aus, deine Zusammenarbeit mit Kolleginnen, Kunden und Vorgesetzten wird leichter und inspirierender. 

Es geht nicht darum, einen „perfekten“ Job zu finden. Sondern den Job, der für dich persönlich passt – inhaltlich, strukturell und im Umfeld. Und das Beste daran: Wenn du das einmal für dich erkannt hast, kannst du es aktiv gestalten – in einem neuen Job oder sogar im aktuellen. 

Drei einfache Fragen, die alles verändern 

Das Modell, das ich dir heute vorstellen möchte, besteht aus drei Kreisen – jeder steht für einen Bereich, der entscheidend dafür ist, ob ein Job zu dir passt oder nicht. Dort, wo sich diese drei Kreise überschneiden, liegt deine persönliche berufliche Erfüllung. 

Die drei Fragen lauten: 

  1. Was will ich? 
  2. Was kann ich? 
  3. Was brauche ich? 

Je mehr dein beruflicher Alltag mit dieser Schnittmenge übereinstimmt, desto mehr wirst du aufblühen – und desto positiver werden auch andere dich erleben. 

  1. Was will ich? – Deine Leidenschaftsthemen

Hier geht es um Inhalte, die dich begeistern. Themen, die dein Herz schneller schlagen lassen. Woran erkennst du sie? Ganz einfach: Wenn dir jemand einen Artikel zu diesem Thema schickt und du denkst „Ja, das will ich sofort lesen!“, dann ist das ein klares Zeichen. 

Leidenschaftsthemen sind auch die, über die du dich stundenlang unterhalten kannst. Über die du Meinungen hast, über die du gerne lernst. Sie bringen dich in Bewegung – nicht, weil du musst, sondern weil du willst. 

Diese Themen können vielfältig sein – manche Menschen haben nur eines, andere gleich mehrere. Wichtig ist nur, dass du sie erkennst. Denn ein Job, der mit deinen Leidenschaftsthemen zu tun hat, wird sich niemals wie ein Job anfühlen. 

  1. Was kann ich? – Deine Genius-Zone

Das ist der Bereich, in dem du nicht nur gut bist, sondern in dem du gerne arbeitest. Es geht nicht um den Inhalt, sondern um die Struktur deiner Tätigkeit: Was genau tust du im Alltag? 

Ein Beispiel aus meinem eigenen Leben: Ich liebe das Thema Gärtnern – mein Leidenschaftsthema. Aber ich habe schnell gemerkt: In der Erde herumgraben ist nicht meins. Was ich liebe, ist die Recherche, das Planen, das Systematisieren. Ich habe Excel-Tabellen über Pflanzen geführt, ihre Eigenschaften verglichen, optimiert, gebloggt. Ich war eine Schreibtisch-Gärtnerin. 

Diese Unterscheidung ist entscheidend. Denn viele Menschen verwechseln „was ich mag“ mit „was ich gut kann und gerne tue“. Man kann sich für ein Thema begeistern und trotzdem nicht gerne anpacken – oder man liebt das Handwerk, unabhängig vom Inhalt. Deine Genius-Zone zeigt dir, welche konkreten Tätigkeiten du am liebsten machst – und in welchem Rahmen du dein Können voll entfalten kannst. 

  1. Was brauche ich? – Dein optimales Umfeld

Der dritte Kreis betrifft dein Arbeitsumfeld – also die Bedingungen, unter denen du aufblühst. Und hier sind wir Menschen unglaublich unterschiedlich. 

Manche brauchen maximale Flexibilität: freie Zeiteinteilung, selbstbestimmtes Arbeiten, Ortsunabhängigkeit. Andere brauchen klare Strukturen, verlässliche Prozesse, ein festes Büro mit dem immer gleichen Schreibtisch. 

Einige sehnen sich nach inspirierenden Gesprächen in einem dynamischen Umfeld, andere brauchen Ruhe, Fokus und Rückzugsmöglichkeiten. Es gibt keine „richtige“ oder „falsche“ Umgebung – aber es gibt die Umgebung, die dich in deinem Arbeiten unterstützt oder hemmt. 

Wenn du weißt, was du brauchst, kannst du deinen Job danach ausrichten – und notfalls gezielt wechseln. Oft ist es aber gar nicht nötig, alles zu verändern. Manchmal reicht es, deine Bedürfnisse im aktuellen Job zu kommunizieren – und plötzlich verändert sich alles. 

Du musst nicht kündigen, um etwas zu verändern 

Ich habe es in meiner Arbeit schon oft erlebt: Menschen, die im exakt gleichen Team geblieben sind, aber durch ein besseres Verständnis ihrer eigenen Bedürfnisse ihre Aufgaben verändert haben. 

Sie haben Aufgaben abgegeben, die ihnen Energie rauben, und sich stärker auf das fokussiert, was ihnen liegt. Die Struktur ihrer Tage hat sich verändert, ihre Motivation ist gestiegen – und ihre Vorgesetzten waren dankbar, weil auch das Team davon profitiert hat. 

Denn niemand hat etwas davon, wenn du dich durch einen Arbeitstag schleppst. Wenn du hingegen deine Stärken kennst und klar kommunizierst, was du brauchst, wird die Zusammenarbeit mit dir für alle Seiten besser. 

Verantwortung übernehmen: Es ist nicht die Aufgabe deines Chefs 

Ein häufiger Denkfehler: Wir erwarten von unseren Vorgesetzten, dass sie erkennen, was uns liegt. Aber das ist nicht ihre Aufgabe – und oft auch nicht ihre Stärke. Sie sind keine Gedankenleser und keine Coaches. 

Wenn du selbst weißt, was du willst, kannst und brauchst – und es offen aussprichst – wird dein Umfeld meist viel eher bereit sein, dich zu unterstützen. Denn es ist eine Erleichterung für alle, wenn Menschen Verantwortung für ihre Arbeitszufriedenheit übernehmen. 

Statt zu sagen „Ich bin unzufrieden“, sag lieber: „Ich habe erkannt, wo ich aufblühe – und würde gerne mit dir besprechen, wie wir das stärker integrieren können.“ 

Warum dein Traumjob dich nicht auslaugt, sondern nährt 

Viele Menschen kommen abends nach Hause und sind völlig erschöpft – nicht, weil sie zu viel gearbeitet haben, sondern weil sie das Falsche gearbeitet haben. Der Tag hat Energie gezogen statt gegeben. 

Wenn du aber in deinem Thema arbeitest, in deiner Genius-Zone, in deinem idealen Umfeld – dann kommst du abends mit Energie nach Hause. Du bist lebendig, voller Ideen, motiviert für den nächsten Tag. Und ja, das ist möglich. 

Es gibt keine richtigen oder falschen Jobs – nur passende 

Ein erfüllender Job ist kein Zufall. Es ist das Ergebnis davon, dass du dich kennst und Verantwortung übernimmst. Es kommt nicht darauf an, ob du in einem großen Unternehmen arbeitest oder selbstständig bist, ob du viel reist oder lieber im Homeoffice bist, ob du kreativ oder analytisch arbeitest – sondern darauf, ob du du selbst dabei sein kannst. 

Finde heraus, was du wirklich willst, was du richtig gut kannst und was du brauchst, um aufzublühen. Denn wenn du das weißt, kannst du jeden Tag so gestalten, dass er dich stärkt – statt dich zu erschöpfen. 

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