Ziele setzen: Warum der Weg wichtiger ist als das Ziel selbst 

3. September
Ziele setzen: Warum der Weg wichtiger ist als das Ziel selbst
Über Verena Tschudi

Verena Tschudi ist die Gründerin der Female Leaders Academy und Herausgeberin des Podcasts "Level me up! - für alle, die mehr wollen im Leben" einem, der erfolgrerichsten Podcasts im deutschsprachigen Raum zum Thema berufliche und personliche Weiterentwicklung.

Als Coach und Mentorin hat die gebürtige Österreicherin bereits mehreren hundert Frauen geholfen, ihre Laufbahn selbstbestimmt zu gestalten und ihre Ziele zu erreichen.


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Podcast "Level me up!"

In dem Podcast "Level me up!" teile ich meine Erkenntinisse und Erfahrungen als Manager, Working Mom und Coach.

Er richtet sich an alle, die mehr wollen im Leben: Mehr berufliche Erfüllung, mehr Erfolg, bessere Beziehungen und mehr persönliches Wachstum.

Viele Menschen haben genug von Zielen – vor allem, wenn sie im Job ohnehin schon ständig Zielvorgaben erfüllen müssen. Privat wünschen wir uns oft Ruhe, Entspannung und das Gefühl, einfach nur im Moment zu leben. Aber Ziele und Gelassenheit schließen sich nicht aus. Richtig verstanden, sind Ziele kein Zwang, sondern ein Weg, dein Potenzial zu entfalten und dich zu der Person zu entwickeln, die du wirklich sein möchtest. 

Warum Ziele nicht nur für den Job wichtig sind 

Im Arbeitsleben sind Ziele allgegenwärtig. Jahresziele, Quartalsziele, Projektziele – die Liste ist endlos. Deshalb reagieren viele fast allergisch, wenn es darum geht, sich privat auch noch Ziele zu setzen. Sie wollen endlich raus aus dem Hamsterrad. Doch genau hier steckt ein Missverständnis: Ziele bedeuten nicht zwangsläufig Stress und Druck. Sie geben deinem Leben vielmehr eine Richtung. 

Der entscheidende Punkt: Es geht nicht um das Ziel als Endpunkt, sondern darum, wer du wirst auf dem Weg dorthin. 

Glück ist kein Ziel – sondern ein Zustand 

Viele Menschen glauben, dass sie glücklich sein werden, sobald sie ihr Ziel erreicht haben. Doch das ist ein Trugschluss. Glück entsteht nicht in der Zukunft, sondern in deinen Gedanken – im Hier und Jetzt. Ein erreichtes Ziel verschafft dir vielleicht einen kurzen Moment der Euphorie, aber danach ist schnell wieder Alltag. 

Das Paradebeispiel dafür ist Elvis Presley: Er hatte alles, wovon andere nur träumen – Ruhm, Geld, Millionen Fans. Trotzdem war er unglücklich und betäubte sich mit Drogen. Glücklich zu werden, darf also niemals das Motiv sein, ein Ziel zu setzen. 

Ziele als Werkzeug zur Persönlichkeitsentwicklung 

Warum also solltest du dir Ziele setzen? Ganz einfach: Ziele sind das beste Werkzeug für deine persönliche Weiterentwicklung. Wenn du dir ein Ziel setzt, das außerhalb deiner Komfortzone liegt, wirst du gezwungen, dich mit deinen Ängsten, Blockaden und hinderlichen Denkmustern auseinanderzusetzen. 

Stell dir vor, du bist ein Diamant im Felsen. Du bist bereits wertvoll, einzigartig und vollkommen. Aber um dein volles Strahlen zu entfalten, muss der unnötige Ballast weggeschliffen werden. Genau das passiert, wenn du konsequent auf ein Ziel hinarbeitest. 

Wenn du keine Ziele setzt, setzen andere sie für dich 

Ein weiterer Grund für Ziele: Wenn du dir selbst keine Richtung gibst, übernehmen andere diese Aufgabe. Dann entscheidest nicht du, wohin dein Leben geht, sondern dein Umfeld, deine Chefs, deine Familie oder schlicht die Umstände. 

Viele Menschen merken erst spät, dass sie jahrelang Erwartungen anderer erfüllt haben, ohne je zu definieren, was sie selbst wirklich wollten. Ziele schützen dich davor, zum Spielball äußerer Einflüsse zu werden. 

Selbstsabotage erkennen und überwinden 

Viele Frauen sabotieren ihre eigenen Ziele – oft unbewusst. Eine Klientin von mir wollte beispielsweise Immobilienmaklerin werden. Doch gleichzeitig überlegte sie, sich in einem völlig anderen Bereich anstellen zu lassen, nur weil der Job „ganz nett“ klang. Andere träumen vom Traumpartner, verbringen aber jedes Wochenende allein vor dem Bildschirm. Wieder andere wollen Karriere machen, nehmen aber Jobs an, in denen sie garantiert keine Entwicklungsmöglichkeiten haben. 

Das Problem ist selten mangelnde Fähigkeit, sondern meist Angst: Angst vor Versagen, Ablehnung oder zu großer Nähe. Ziele helfen, diese Selbstsabotage sichtbar zu machen und Schritt für Schritt zu überwinden. 

Der Prozess des Zielsetzens: Schritt für Schritt 

Wie gehst du nun konkret vor, wenn du dir Ziele setzen willst? 

  1. Entwickle deine Lebensvision
    Ohne eine übergeordnete Vision sind Ziele beliebig. Deine Vision ist das große Bild, dein Nordstern. Sie beantwortet die Frage: Wohin soll mein Leben langfristig gehen?
  2. Wähle Ziele aus der Fülle
    Setze Ziele nicht aus einem Mangelgefühl heraus, sondern aus Dankbarkeit. Erstelle eine Liste mit Dingen, die du willst – und ergänze jedes zweite Ziel mit etwas, das du bereits erreicht hast. Dadurch trickst du dein Gehirn aus: Dein Wunsch erscheint realistischer, weil du erkennst, dass du schon vieles davon besitzt.
  3. Formuliere dein Ziel konkret und in der Gegenwart
    Schreib dein Ziel so auf, als hättest du es bereits erreicht: „Ich habe meine eigene Firma mit zehn Mitarbeiterinnen“ statt „Ich möchte irgendwann ein Unternehmen gründen“.
  4. Lass das „Wie“ offen
    Dein Gehirn wird sofort fragen: Wie soll das gehen? Und wahrscheinlich antworten: „Unmöglich!“ Ignoriere diese Stimme. Das Wie ergibt sich auf dem Weg.
  5. Setze dir große Ziele
    Wenn dich dein Ziel nicht ein wenig schwindelig macht, ist es zu klein. Wachstum geschieht nur außerhalb der Komfortzone.
  6. Schreib es auf
    Ein Gedanke, den du niederschreibst, gewinnt sofort an Kraft. Es ist der erste Schritt zur Umsetzung.

Mit Widerständen umgehen 

Sobald du dein Ziel klar formulierst, tauchen automatisch Zweifel und Ängste auf. Das ist kein Fehler im System, sondern Teil des Prozesses. Nur wer große Ziele hat, wird mit diesen Gefühlen konfrontiert. Und genau diese Auseinandersetzung bringt dich weiter. 

Schreib alle Gedanken auf, die auftauchen – ohne Bewertung. So erkennst du Muster, die dich bisher blockiert haben, und kannst bewusst entscheiden, ob du ihnen weiterhin glauben willst. 

Aus der Zukunft zurückschauen 

Eine kraftvolle Übung: Stell dir vor, du hast dein Ziel bereits erreicht. Versetze dich in dein zukünftiges Ich und erzähle dir selbst rückblickend, wie du es geschafft hast. Schreib diese Geschichte auf. Oft wirst du erstaunt sein, wie klar die Antworten bereits in dir liegen. 

Vom Traum zum Aktionsplan 

Am Ende braucht jedes Ziel einen Aktionsplan. Brich dein Ziel in kleine Schritte herunter, setze klare Daten und Zahlen. Frag dich: Bin ich bereit, die nötige Arbeit zu investieren? Ob es 50 Jobinterviews, 200 Dates oder unzählige Präsentationen sind – dein Engagement zeigt, wie ernst dir dein Ziel ist. 

Und vergiss nicht: Jeder einzelne Schritt bringt dir wertvolle Erfahrungen, strategische Beiprodukte und persönliches Wachstum. 

Ziele als Wegweiser für dein Leben 

Ziele setzen bedeutet nicht, dich selbst unter Druck zu setzen. Ziele sind Wegweiser, die dich zwingen, dich weiterzuentwickeln, Blockaden zu überwinden und dein Potenzial zu entfalten. Es geht nicht darum, ob du dein Ziel exakt erreichst – sondern darum, wer du auf dem Weg wirst. 

Wenn du dir erlaubst, groß zu träumen und konsequent dranzubleiben, wirst du nicht nur Ergebnisse erzielen, sondern vor allem wachsen. Dein Ziel ist die Bühne – deine Entwicklung ist die wahre Belohnung. 

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